- Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik | Handelspolitik | Klimaschutzpolitik
- Donnerstag, 22. Januar 2026, 14:30 - 16:30 (CET)
- Wien, Österreich
Praktische Informationen
- Zeit
- Donnerstag, 22. Januar 2026, 14:30 - 16:30 (CET)
- Ort
- Haus der Europäischen UnionWipplingerstraße 35, 1010 Wien, Österreich
- Sprachen
- Deutsch
Beschreibung
Die Europäische Union betrachtet China seit ihrer EU-China Strategie 2019 nicht mehr nur als Kooperationspartner, sondern desgleichen als Wettbewerber und systemischen Rivalen. Dieser vielschichtige politische Ansatz wurde auf der Tagung des Europäischen Rates im Juni 2023 durch die EU-Mitgliedstaaten bekräftigt.
Irritationen während der COVID-Pandemie, sowie EU-Sanktionen aufgrund der Menschenrechtssituation in Xinjiang führten in Folge zu Gegensanktionen Chinas gegen Abgeordnete des Europäischen Parlaments, EU-Beamte und akademische Einrichtungen, die China kritisieren. Die Ratifizierung des umfassenden Investitionsabkommens wurde ausgesetzt. Wenn China behauptet, die auf internationalen Regeln basierende Ordnung zu verteidigen, dann sollte es Russlands grobe Verletzung der Souveränität, territorialen Integrität und international anerkannten Grenzen der Ukraine eindeutig verurteilen und entsprechend handeln. Gleichzeitig wird die Verwundbarkeit Europas aufgrund der Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und strategischen Lieferketten, in denen China eine zentrale Position zukommt, immer sichtbarer. Nicht zuletzt führt auch die Zollpolitik von US-Präsident Trump zu einer Umleitung chinesischer Exporte, u.a. nach Europa, und zu einem fortwährenden Ungleichgewicht in den Handelsbeziehungen. Die EU hat auf diese Entwicklungen mit dem Entwurf einer wirtschaftlichen Sicherheitsstrategie, sowie mit konkreten Schutzmaßnahmen reagiert.
2025 markierte ein halbes Jahrhundert diplomatischer Beziehungen zwischen der Europäischen Union und China, die für die EU heute auf dem Konzept „Risikominderung statt Entkoppelung“ basieren. Für die EU haben die Gewährleistung der Gegenseitigkeit, die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen und die Beseitigung von Asymmetrien in den Beziehungen Priorität.
Wie kann es Europa gelingen, eine Konfrontation zu vermeiden und einen pragmatischen Ansatz zu finden, der europäische Interessen nachhaltig berücksichtigt? Können die EU-China Beziehungen auf Grundlage von Transparenz, Berechenbarkeit und Gegenseitigkeit neu ausbalanciert werden? Diese und weitere Fragen diskutieren wir am 22. Jänner 2026 von 14:30-16:30 Uhr im Haus der EU.
Begrüßung:
Christian Wigand, stellvertretender Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich
Karl Kellner, Präsident AIACE – Sektion Österreich (Internat. Vereinigung ehemaliger EU-Bediensteter)
Panellisten:
Hans Dietmar Schweisgut, Ambassador (ret.)
Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Univ. Prof. i.R. Dr., Sinologin
Moderation:
Sabine Berger, Leiterin Presse und Soziale Medien, Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich
Um Anmeldung wird gebeten: COMM-REP-VIE-VERANSTALTUNG
ec [dot] europa [dot] eu (COMM-REP-VIE-VERANSTALTUNG[at]ec[dot]europa[dot]eu)
