- Gewalt | digitaler Dienst | Digitale Inhalte
- Mittwoch, 9. September 2026, 16:00 - 17:30 (MEZ)
- Wien, Österreich
Praktische Informationen
- Zeit
- Mittwoch, 9. September 2026, 16:00 - 17:30 (MEZ)
- Ort
- Haus der Europäischen UnionWipplingerstraße 35, 1010 Wien, Österreich
- Sprachen
- Deutsch
Beschreibung
Digitale Gewalt gegen Frauen hat für Betroffene oft reale und schwerwiegende Folgen. Beleidigungen, Drohungen, gezielte Belästigung, das unerlaubte Verbreiten intimer Bilder oder digitale Überwachung können massive Auswirkungen auf die Sicherheit, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen haben. Angesichts der bedeutenden Rolle digitaler Räume für soziale Interaktionen wächst auch die Verantwortung von Plattformen wirksame Schutzmechanismen zu schaffen.
Mit dem Digital Services Act hat die Europäische Union einen Rechtsrahmen geschaffen, um ein sicheres Online-Umfeld sicherzustellen und der Verbreitung rechtswidriger Inhalte entgegenzutreten. Dabei wurden sowohl die Rechte von Nutzer:innen gestärkt als auch Online-Plattformen stärker in die Verantwortung genommen. Besonders sehr große Online-Plattformen müssen systemische Risiken darunter auch geschlechtsspezifische Gewalt im digitalen Raum, bewerten und Maßnahmen zur Risikominderung setzen.
Darüber hinaus spielt in diesem Zusammenhang auch die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die erstmals einen gemeinsamen europäischen Rahmen für den Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt schafft, eine wichtige Rolle. Die Richtlinie nimmt digitale Gewalt ausdrücklich in den Blick und verpflichtet die Mitgliedstaaten unter anderem zu verbesserten Schutz-, Unterstützungs- und Präventionsmaßnahmen.
Neben der Regulierung ist auch die Perspektive der Betroffenen zentral: Welche Formen digitaler Gewalt erleben Frauen? Welche Lücken bestehen beim Schutz und bei der Unterstützung Betroffener? Und wie können Behörden, Zivilgesellschaft und Diensteanbieter besser zusammenarbeiten, um digitale Gewalt frühzeitig zu erkennen und wirksam zu bekämpfen?
Diese und weitere Fragen diskutieren wir am 9. September von 16:00 – 17:30 im Haus der Europäischen Union, Wipplinger Straße 35, 1010 Wien.
Begrüßung:
Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich
Susanne Lackner, Stellvertretende Vorsitzende der KommAustria
Keynotes:
David Reichel (European Union Agency for Fundamental Rights)
Andreas Gruber (Europäische Kommission)
Panellist:innen:
Maria Windhager (Medienanwältin)
Natalie Ségur-Cabanac (ISPA)
Fiorentina Azizi-Hacker (ZARA)
TBD (Bundesministerium für Justiz)
Moderation:
Timo Breski, KommAustria
Um Anmeldung wird gebeten.
