
Während die starke Entwicklung zunächst auf einen Anstieg der Ausfuhren in Erwartung von Zollerhöhungen zurückzuführen war, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal weiter zu. Die Ökonomen gehen davon aus, dass die Konjunktur trotz eines schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds über den Prognosezeitraum hinweg weiter in moderatem Tempo expandieren wird. Laut der Herbstprognose wird das BIP in der EU 2025 und 2026 um je 1,4 % wachsen und 2027 um 1,5 % steigen. Der Euroraum dürfte diesen Trend widerspiegeln, wobei das BIP 2025 um 1,3 %, 2026 um 1,2 % und 2027 um 1,4 % zulegen dürfte. Österreichs Wirtschaftswachstum bleibt weiterhin hinter dem EU-Durchschnitt zurück: Für dieses Jahr geht die Kommission von einem Plus von 0,3 % aus, 2026 soll es 0,9 % und 2027 dann 1,2 % betragen. Gleichzeitig sind die Aussichten für 2025 besser als noch im Frühjahr: Im Mai war die Kommission davon ausgegangen, dass das BIP hierzulande um 0,3 % sinkt. Das Defizit wird während des Prognosezeitrums klar über dem Referenzwert von 3 % bleiben (2025: 4,4 %; 2026: 1,6 %; 2027: 2,3 %). Ein Defizitverfahren gegen Österreich läuft seit Juli 2025.
- Datum der Veröffentlichung
- 17. November 2025
- Autor
- Vertretung in Österreich