Das Politikprogramm für die digitale Dekade soll Europas digitale Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität stärken. Laut dem aktuellen Bericht verfügen mittlerweile 96,8% der Haushalte in der EU über eine grundlegende 5G-Abdeckung. 60 % der Europäerinnen und Europäer haben zumindest grundlegende digitale Kompetenzen. Erfolge wurden auch bei der Digitalisierung von Unternehmen erzielt: 46,7 % der Unternehmen in der EU nutzen Cloud-Computing, 39,9 % verwenden Datenanalysen und fast 20 % setzen künstliche Intelligenz ein (die KI-Verbreitung stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 48 %). Lücken bleiben bei der Rechenkapazität und dem Halbleitermarkt – die EU macht hier nur 9 % des weltweiten Marktes aus, bis 2030 werden 20 % angestrebt. Österreich weist laut dem Bericht ein hohes Digitalisierungsniveau auf – auch auf Seiten der Klein- und Mittelunternehmen – und hat ein fortschrittliches Angebot an digitalen öffentlichen Dienstleistungen für Unternehmen. Handlungsbedarf gibt es hierzulande indes bei der Einführung von Clouddiensten und Datenanalysen. Zudem wirken sich Engpässe bei IKT-Fachkräften negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und das Tempo des digitalen Wandels aus. Eine Eurobarometer-Sonderumfrage zur digitalen Dekade zeigt, dass 79 % der EU-Bürger:innen (76 % in Österreich) Digitalpolitik als eine Priorität der EU sehen.
2026 Eurobarometer-Sonderumfrage zur digitalen Dekade 2026
- Datum der Veröffentlichung
- 19. Juni 2026
- Autor
- Vertretung in Österreich