Skip to main content
Vertretung in Österreich logo
Vertretung in Österreich

Österreich in der EU

Österreich ist seit mehr als 25 Jahren Mitglied der EU. Es ist ein starker europäischer Akteur geworden, der die Interessen seiner Bürgerinnen und Bürger selbstbewusst vertritt und gleichzeitig auch weiß, wie wichtig Kompromisse sind.

Übersicht

Corfu European Council, 24-25/06/1994

Österreich trat nach erfolgreichen Beitrittsverhandlungen und einer Volksabstimmung, bei der 66,6 Prozent mit „ja“ stimmten, am 1. Jänner 1995 der Europäischen Union bei.

Österreich hat stark vom EU-Beitritt profitiert, Studien zufolge mehr als Schweden und Finnland, die 1995 ebenfalls der EU beitraten. Das liegt nicht zuletzt an Österreichs geografischer Lage im Herzen Europas – und am EU-Binnenmarkt. 18.500 Arbeitsplätze entstehen hierzulande pro Jahr dank des gemeinsamen europäischen Markts. Die österreichischen Exporte in andere EU-Staaten haben sich seit dem Beitritt mehr als verdreifacht. 22.000 Studierende, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Lehrkräfte aus Österreich nehmen jährlich am Austauschprogramm Erasmus+ teil. Kurzum: Der 1. Jänner 1995 und die europäische Integration haben Österreich viele Vorteile gebracht.

Der Beitritt Österreichs hat umgekehrt auch die Europäische Union politisch, kulturell und wirtschaftlich bereichert. Der politisch vielleicht wichtigste Beitrag Österreichs war das stete Eintreten für die Erweiterung der Europäischen Union nach Mittel- und Osteuropa. Österreich ist seit jeher ein besonders überzeugender Befürworter, die künstliche Teilung unseres Kontinents dauerhaft zu überwinden.

Ein wichtiger kultureller Beitrag Österreichs ist weltweit auf den Euro-Banknoten zu erkennen: Die Gemeinschaftswährung ist grafisch „made in Austria“! Robert Kalina von der Österreichischen Nationalbank setzte sich bei einem Wettbewerb 1996 mit seinen Entwürfen gegen 44 Konkurrenten durch. Und auch die Europahymne „Ode an die Freude“ hat österreichischen Hintergrund: Der Komponist Ludwig van Beethoven hat seine Sommer regelmäßig in Baden bei Wien verbracht. Wesentliche Teile der Neunten Symphonie – zu der auch die Europahymne zählt – sind in den Sommern 1821, 1822 und 1823 im „Beethovenhaus Baden“, Rathausgasse 10, entstanden.

Wirtschaftlich hat Österreich über seine Grenzen hinaus zu Wachstum und Arbeitsplätzen beigetragen. Die österreichischen Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa sind zwischen 1990 und 2018 von 0,4 Milliarden Euro auf 60 Milliarden Euro gestiegen. Österreich zeigte sich zudem in der Finanzkrise mit den in Not geratenen Mitgliedstaaten solidarisch und half ihnen mit Sachverstand und vergünstigten Krediten. Und in der Europäischen Kommission von Ursula von der Leyen trägt heute Johannes Hahn die Verantwortung für das EU-Budget. In der EU-Finanzpolitik spielt Österreich also ganz vorne in der ersten Liga.

Das Verhältnis zwischen Österreich und der Europäischen Union war nicht immer friktionsfrei. Stichwort „Sanktionen“, die von anderen EU-Regierungen Anfang 2000 verhängt wurden, als in Österreich eine umstrittene schwarz-blaue Regierung gebildet wurde. Aber auch aus dieser Auseinandersetzung wurden Lehren gezogen: In die EU-Verträge wurde ein sogenanntes „Artikel 7-Verfahren“ aufgenommen, das zur Anwendung kommen kann, wenn in einem Mitgliedstaat die europäischen Grundwerte systemisch bedroht sind. Heute ist Wien Sitz der EU-Grundrechteagentur (FRA).

Österreich liegt im Herzen Europas und ist nach mehr als 25 Jahren ein erfahrenes EU-Mitglied. Es ist daher bestens positioniert, um in Europa neue Brücken zu bauen und die Zukunft unseres Kontinents aktiv mitzugestalten.

Österreicherinnen und Österreicher in der EU

In den EU-Institutionen arbeiten zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher, etliche auch in Spitzenpositionen.