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EU Innovation scoreboard

Forschung und Innovation sind Kernbestandteile der europäischen Politik zur Förderung von Wachstum und Arbeitsplätzen sowie des ökologischen und digitalen Wandels. Auch in Österreich genießen Forschung und Innovation einen hohen Stellenwert und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Zukunft des Landes. Im Jahr 2020 erreichten Österreichs Ausgaben für Forschung und Entwicklung 3,18 % des BIP. Damit liegt das Land im EU-Vergleich auf Platz 2 hinter Schweden. Im Europäischen Innovation Scoreboard 2021 belegt Österreich Platz 8 und gehört somit zur Gruppe der „Starken Innovatoren“. Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, zu den innovativsten Ländern der EU aufzusteigen. EU-Fördermittel und Partnerschaften leisten einen wesentlichen Beitrag, dieses Ziel zu erreichen.

Auch bei der Bewältigung der gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen der COVID-19-Pandemie hat die europäische Forschungsarbeit einen wesentlichen Beitrag geleistet. Die Erforschung und Produktion von Impfstoffen ist eine der größten Errungenschaften in diesem Bereich.

Die EU-Förderung für Forschung und Innovation ermöglicht es österreichischen Forscherinnen und Forschern, an Projekten mitzuwirken oder eine Führungsrolle zu übernehmen und an bahnbrechenden Entdeckungen in Bereichen wie Gesundheit, Verkehr, Klimawandel und digitalen Technologien teilzuhaben.

Europäische Fördermöglichkeiten für Forschung und Innovation

COVID-19 Forschung

Researcher holding vaccine vial

Die Europäische Kommission nimmt nicht erst seit Beginn der Coronakrise eine führende Rolle bei der Unterstützung und Koordinierung der europäischen und weltweiten Forschungsanstrengungen im Bereich der Pandemievorsorge ein. Insgesamt hat die Kommission 1,4 Milliarden Euro für die weltweite Corona-Krisenreaktion zur Verfügung gestellt. Unterstützt wurden unter anderem die Entwicklung von Diagnostika, Behandlungen und Impfstoffen sowie Maßnahmen zur Bewältigung der sozioökonomischen Auswirkungen der Pandemie.

EU-Forschungskommissarin Gabriel zu Besuch bei ISTA (AT)

Mit dem europäischen Plan zur Vorsorge gegen biologische Gefahren (HERA Incubator), setzt die Kommission den Schwerpunkt auf die Entwicklung wirksamer Impfstoffe gegen die Coronavirus-Varianten und Steigerung der industriellen Produktion in Europa. Der HERA Incubator vereint Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Einrichtungen und soll alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren, um eine bessere langfristige Vorsorge der EU für Gesundheitsnotstände zu gewährleisten.

Wir mobilisieren weiterhin alle uns zur Verfügung stehenden Mittel, um diese Pandemie zu bekämpfen und die Herausforderungen durch Coronavirus-Varianten zu bewältigen. Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um für die Zukunft gerüstet zu sein, von der Früherkennung der Varianten bis zur Durchführung und Koordinierung klinischer Studien für neue Impfstoffe und Behandlungsmethoden. Dabei muss in jeder Phase eine ordnungsgemäße Erhebung und Weitergabe der Daten gewährleistet sein.

EU-Forschungskommissarin Mariya Gabriel

EU-Förderung in Österreich

Das neue EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon Europe“ für die Jahre 2021-2027 ist mit insgesamt 95,5 Milliarden Euro ausgestattet. Das entspricht einer 30-prozentigen Steigerung im Vergleich zum Vorläuferprogramm Horizon 2020. Österreich strebt Förderungen von 300 Millionen Euro jährlich und insgesamt 2 Milliarden Euro aus dem Programm an.

Aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“, das von 2014 bis 2020 lief, konnte Österreich über 1,65 Milliarden Euro einwerben und war an über 2700 geförderten Projekten beteiligt. 3,18 % der gesamten Forschungsförderung aus Horizon 2020 gingen nach Österreich. 16,07 % der förderfähigen Projektvorschläge mit österreichischer Beteiligung wurden für eine Förderung aus Horizon 2020 ausgewählt – mit dieser Erfolgsquote liegt Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt von 12,01 %. 

Aufgrund seiner zentralen Lage und internationalen Vernetzung profitiert Österreich überdurchschnittlich von den europäischen Forschungsinfrastrukturen. Die erzielten Ergebnisse, etwa in den Bereichen Medizin und Technologien, nutzen Bürgerinnen und Bürgern in ganz Europa.

In Österreich ist die Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) die nationale Kontaktstelle für europäische Forschungsförderung und berät Österreichs Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

Neben den EU-Förderprogrammen ist es auch wichtig, Europas Forschungs- und Innovationsaktivitäten besser miteinander zu vernetzen. Der Europäische Forschungsraum soll dabei helfen, die Koordinierung und Zusammenarbeit in der EU, ihren Mitgliedstaaten und dem privaten Sektor zu verbessern, mehr Investitionen in Forschung und Innovation zu erreichen sowie die Mobilität der Forschungskräfte, ihr Fachwissen und den Wissensfluss zu fördern.

Beispiele für EU-geförderte Forschungsprojekte mit österreichischer Beteiligung