
Aus diesem Grund werden 10 Milliarden Euro an EU-Kohäsionsmitteln mobilisiert. Die nationale Kofinanzierung, die normalerweise bei diesen Zuschüssen üblich ist, fällt weg. Das heißt: Maßnahmen können rasch und zu 100 % von der EU finanziert werden. EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen hat das Unterstützungspaket gestern im polnischen Wrocław nach Beratungen mit Polens Premierminster Donald Tusk, Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer, Tschechiens Premierminister Petr Fiala und dem slowakischen Premierminister Robert Fico präsentiert. Auch das Gebiet bei Wrocław ist massiv vom Hochwasser betroffen. „Es brach mir das Herz, die große Zerstörung zu sehen, die die Überschwemmungen verursacht haben“, sagte Ursula von der Leyen. „Jedoch war es auch ergreifend, die großartige Solidarität zwischen den Menschen in Ihren Ländern zu sehen, die unzähligen Freiwilligen, die sich Tag und Nacht unermüdlich einsetzen, um diese Katastrophe zu bewältigen.“ In weiterer Folge können die betroffenen Staaten auch aus dem EU-Solidaritätsfonds Mittel für den Wiederaufbau von Infrastruktur erhalten. Zudem haben sie jederzeit die Möglichkeit, das EU-Katastrophenschutzverfahren zu aktivieren, um Sachleistungen wie z. B. Pumpen zu bekommen.
Statement von Präsidentin von der Leyen
Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 20. September 2024
- Autor
- Vertretung in Österreich